this post was submitted on 21 Jun 2026
53 points (98.2% liked)

DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

5329 readers
532 users here now

Das Sammelbecken auf feddit.org für alle Deutschsprechenden aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und die zwei Belgier. Außerdem natürlich alle anderen deutschprechenden Länderteile der Welt.

Für länderspezifische Themen könnt ihr euch in folgenden Communities austauschen:

___

Zusätzliche Regeln aus „Lessons learned":

___

Einsteigertipps für Neue gibt es hier.
___

Eine ausführliche Sidebar mit den Serverregeln usw. findet ihr auf der Startseite von feddit.org

___

founded 2 years ago
MODERATORS
you are viewing a single comment's thread
view the rest of the comments
[–] trollercoaster@sh.itjust.works -4 points 2 days ago* (last edited 2 days ago) (1 children)

Insofern, dass das eben leider auch keine sinnvolle Partei ist, weil man sich die nicht neoliberalen Politik automatisch mit einem Kotau vor dem Imperialisten Putin erkauft.

[–] Magnum@infosec.pub 6 points 2 days ago (1 children)
[–] trollercoaster@sh.itjust.works -1 points 2 days ago (2 children)

Nein, ich meine und meinte die Linke. Die sind zwar nicht ganz so große Putin-Arschkriecher, wie ihr schwurbelnder Ableger, aber so viel besser sind sie auch nicht. Wenigstens befürworten sie wirtschaftliche Sanktionen, aber wie wirksam die sind, wenn sie nicht robust durchgesetzt werden, haben wir ja gesehen. Einem Land, das von einer größeren imperialistischen Macht angegriffen wird, aus vermeintlichem Pazifismus Unterstützung durch Waffenlieferungen zu verweigern, ist fast gleichbedeutend mit einer Unterstützung des Angriffs. Das Gleiche gilt für die Verweigerung gegenüber einer eigenen Verteidigungsfähigkeit gegenüber eben solchen imperialistischen Mächten.

[–] kossa@feddit.org 7 points 2 days ago (1 children)

Zum Glück stehen ja alle anderen Parteien so fest entschlossen an der Seite der Unterdrückten und Überfallenen. Dafür kann man dann auch mal gerne deren neoliberale Restagenda, die alle sonstigen Themenbereiche gefressen hat, in Kauf nehmen 👍.

[–] trollercoaster@sh.itjust.works 0 points 2 days ago* (last edited 2 days ago) (2 children)

Der Neo-Absolutismus, denn der Friedensfürst Putin treibt, ist halt noch schlimmer, als der Neoliberalismus. Und eine Partei, die Leute diesem Despoten wehrlos ausliefern will, nur weil sie sich wehren für Kriegstreiberei hält, macht sich mit schuldig.

[–] kossa@feddit.org 1 points 2 days ago

Ja, deswegen wähle ich gar niemanden mehr, weil bisher hat sich noch keine Partei für Waffenlieferungen an Iran stark gemacht.

[–] doben@lemmy.ml 1 points 2 days ago

Lol, aber andere als Schwurbler bezeichnen.

[–] doben@lemmy.ml -3 points 2 days ago (1 children)

Also, du bist gegen den Imperialismus anderer, aber simpst für die Kriegsfantasien des hiesigen?

[–] doctorflynt@feddit.org 5 points 2 days ago (1 children)

Kriegsfantasien simpen und Verteidigung zu unterstützen sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

Und Kriege kann man nicht beenden, indem man die Opfer dieser nicht unterstützt. Im Gegenteil: wäre die Ukraine in den geplanten 3 Tagen gefallen, wäre dieser Konflikt zu 100% nicht der letzte, der durch Russland angezetelt wird. Das hat nichts mit Kriegsgeilheit zu tun, sondern genau dem Gegenteil von dessen.

Und genau das kapiert weder die Linke in Deutschland, noch ähnliche Ableger in Österreich, wie z.B. die KPÖ.

[–] doben@lemmy.ml -2 points 2 days ago* (last edited 2 days ago) (1 children)
[–] trollercoaster@sh.itjust.works 2 points 2 days ago (1 children)

Das, was die Ukraine tut, nicht als Verteidigung anzuerkennen, braucht schon ein starkes Stück Gehirnwäsche und Realitätsverlust. Wie ist das Wetter eigentlich in St. Petersburg, oder wo auch immer Putin seine Trollfarm hat?

[–] doben@lemmy.ml -1 points 2 days ago* (last edited 2 days ago) (1 children)

Das was ich da zitiere als Aussage über die Ukraine darzustellen, wo es doch um westlichen Imperialismus ging, ist schon ein starkes Stück Bad Faith. Wie ~~dumm~~ nationalistisch muss man egtl. sein, um jegliche Kriegsopposition als Putintrollerei hinzustellen?

Kannst ja mal auf meinen obigen Kommentar eingehen, anstatt so lahmarschig ad hominem zu spucken.

[–] doctorflynt@feddit.org 2 points 2 days ago (1 children)

bad faith ist eher dein versuch. ich habe meine aussage klar auf verteidigung und die ukraine bezogen. den westlichen imperialismus habe ich zu keinem punkt erwähnt.

dass z.b. die amis im iran genauso beschissen wie die russen sind, brauchen wir hier auch nicht extra hervorheben. die haben aber auch kein department of defense, sondern ein department of war. ändert nichts daran, dass ein land verteidigungsfähig sein muss, um kriege zu verhindern und entsprechend waffen nicht automatisch böse sind.

neutralität hat noch keinem land jemals geholfen um nicht angegriffen zu werden. siehe ukraine. siehe georgien. siehe belgien im 2. weltkrieg.

[–] doben@lemmy.ml 0 points 1 day ago (1 children)

ich habe meine aussage klar auf verteidigung und die ukraine bezogen. den westlichen imperialismus habe ich zu keinem punkt erwähnt.

Klar. Sicher.

Ich schrieb (nicht zu dir, wohlgemerkt):

Also, du bist gegen den Imperialismus anderer, aber simpst für die Kriegsfantasien des hiesigen?

Womit ich klar Bezug auf die deutsche/europäische Kriegeslust nehme und dessen zugrundeliegenden Imperialismus, welcher dem Volke gern als Verteidigung verkauft wird.

Dann klinkst du dich in die Diskussion ein und antwortest mit diesem abgeschlossenen Satz:

Kriegsfantasien simpen und Verteidigung zu unterstützen sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

Ganz nach dem gewünschten Staatsnarrativ, braver Junge! Danach folgt deine Rechtfertigung für diesen Strawman, in dem du auch Bezug auf die Ukraine nimmst. Der Satz als Antwort auf meine Frage an den anderen Nutzer wäre daher im direkten Bezug zum angeführten hiesigen Imperialismus zu verstehen.

Und du verstehst ja scheinbar den Bezug zum Imperialismus, ignorierst ihn aber explizit und bleibst bei der Ukraine hängen, wie ein Zio am 7. Oktober. Bad Faith in Reinform. Oder Cope. Such's dir aus, aber geh mir mit diesen absolut verlorenen militaristischen Takes nicht auf die Eier, Trollercoaster schafft's schon allein seine Takes zu verteidigen ... oder eben nicht. Reflektier lieber mal deine hörige, reaktionäre Denke.

[–] doctorflynt@feddit.org 2 points 1 day ago (1 children)

Boy. du dein Vorposter hat sich klar auf Putins Imperialismus bezogen und du kommst da auf westlich/europäisch oder sonst was und schreibst aber diese Schlagwörter aber erst zwei Antworten später. Entsprechend geht es in diesem Thread um Putin, da dies vor deiner Einmischung Thema war und mein Kommentar hat sich auf die Ukraine bezogen, wo du dann sehr sachlich „Cope“ beigesteuert hast. Ohne irgendwelche Argumente wohlgemerkt.

Bevor du da also andere beschuldigst und zum reflektieren bewegen willst, solltest dich vorher mal brav bei der eigenen Nase packen.

[–] doben@lemmy.ml 1 points 5 hours ago

Du hast Recht, du hast eine sachlichere Antwort verdient. Ist jetzt aber was länger geworden, hoffe du liest sie trotzdem.

Imperialismen und Verteidigung

Trollercoaster hat sich auf Puddings Imperialismus bezogen, ja, aber vor allem gegen Oppositionelle gehetzt (in einem Post über Linke). Ich habe einen direkten Vergleich zum westlichen Imperialismus gebracht, um seine nationalistische Heuchlerei darzustellen. Als ich ihn erneut gebeten habe, gefälligst darauf einzugehen, statt abzulenken, hat er das nicht gemacht, sondern hetzt stattdessen erneut, in dem er mich als Putintroll denunziert und mir Gehirnwäsche und Realitätsverlust unterstellt. Was er nicht macht: auf meine Frage eingehen.

Und vielleicht eben auch, weil du da nun zwischenreingerätst, in der Form, dass du für diesen rechtsoffenen Heinz in die Presche springst und dabei nicht mal checkst, um was es geht. Im Anschluss schreiben wir leider aneinander vorbei. Dass ich dabei etwas derbe reagiert habe, tut mir Leid. Dass du auf deinen Kommentar sicherlich etwas mehr inhaltliches Feedback verdient hättest, stehe ich dir hiermit zu.

Das war nur nicht der Thread oder der Modus, entsprechend wenig Muse hatte ich, dich jetzt im Speziellen noch aus deiner eigenen politischen Unaufgeklärtheit abzuholen (was kein Angriff ist). Deshalb dann meine kurze Antwort auf die Betonung von "Verteidigung". Denn, ob sich da nun die Ukraine als Staat oder die Ukrainer als Menschen verteidigen oder nicht, oder ob da jetzt gefälligst jedermann gegen seinen Willen bussifiziert werden muss, damit das überhaupt gelingt, wie weit Verteidigung eigentlich geht, warum beim Veteranentag Nazi-Patches zum Verkauf angeboten werden und ob das vielleicht eher ein Stellvertreterkrieg der Westmächte ist, darauf hätte man in einer ernsthaften Diskussion eingehen können, wenn Trollercoaster denn nur mal auf meine Frage zur westlichen Kriegeslust eingegangen wäre. Nene, lieber hetzen.

Trollercoaster, ein Nationalist und Hetzer (allegedly)

Wo unser Missverständnis entsteht und warum ich nicht auf deinen Nebenschauplatz eingehe:

Trollercoaster schrieb:

Einem Land, das von einer größeren imperialistischen Macht angegriffen wird, aus vermeintlichem Pazifismus Unterstützung durch Waffenlieferungen zu verweigern, ist fast gleichbedeutend mit einer Unterstützung des Angriffs.

Hier bringt er die Ukraine ins Spiel, mit einer Art Unterstellung, die ich absolut nicht unterschreiben würde. Dabei ist erstmal unerheblich, ob ich seine Prämisse überhaupt teile. Er macht Menschen verächtlich, in dem er ihnen die Unterstützung des Feindes vorwirft, weil sie gar nicht erst Teil von diesem ganzen Schlachtspektakel sein wollen. Das ist schon mal Peak asozial, da er nun autoritär darüber bestimmt, wie sich ein Mensch im Krieg in den Dienste des (nicht mal des eigenen) Nationalstaats zu positionieren hat – nämlich in dessen Interesse. Mitmachen oder niedergemacht werden.

Das Gleiche gilt für die Verweigerung gegenüber einer eigenen Verteidigungsfähigkeit gegenüber eben solchen imperialistischen Mächten.

Hier verlässt er die Ukraine wieder und kommt zurück nach Deutschland ("eigene Verteidigungsfähigkeit"), ignoriert die Rolle des eigenen Nationalstaates in diesem Konflikt und geifert hier über deutsche Staatsbürger, die da nicht mitspielen wollen. Das ist nationalistische Kackscheiße, denn er bedient sich im Grunde der Nazi-Argumentation der Wehrkraftzersetzung. Und auf so rechtes Geschwurbel habe ich wirklich null Bock! Du etwa?

Aber bitte mehr Sachlichkeit

So wie ich dich nun aber verstanden habe, verhängst du bisher in dem (mainstream) Narrativ, dass wir der Ukraine bei der Verteidigung ihrer Souveränität beizustehen haben, weil der böse Russen-Ork (übrigens auch schon ein deutsches Feindbild zur Mobilmachung und Begründung der letzten beiden Weltkriege) unsere heilige freiheitlich-demokratische Grundordnung™ bedroht.

Und hier kommen wir zurück zu meinem Hinweis auf den westlichen Imperialismus. Aber dafür ist mir jetzt die Luft aus, ich weiß noch nicht mal, ob du tatsächlich Interesse an einer solchen Aufklärung hast. Zuletzt erst habe ich das (extra) mit rein westlichen Quellen, hier, dargelegt. Und gerade heute erst, kam ich über einen sehr interessanten Artikel (Teil 1, Teil 2, kann man auch super als Podcast hören) zur außenpolitischen Rolle Deutschlands in diesem Konflikt, welcher vielleicht die ein oder andere Perspektive für unbedarfte Medienkonsumenten neuordnen könnte. Aber Vorsicht, das kommt mitunter von sogenannten Putin-Arschkriechern, Schwurblern und scheinbar auch Wehrdienstzersetzenden. Am Besten einfach ignorieren, dass Jeffrey D. Sachs, um dessen offenen Brief an unseren Blackrock-Kanzler es sich bei diesen Artikeln dreht, eigentlich tatsächlich ein anerkannter, westlicher Experte ist.

Peace, mein Junge.