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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz

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Mit zahlreichen Kürzungen in der Kinder- und Jugendhilfe sowie in der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung sollen bundesweit 8,6 Milliarden Euro gespart werden können. Dieser Tage diskutiert eine Arbeitsgruppe von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden eine Streichliste der Bundesregierung.

Vanessa lebt in einer Einrichtung des EJF. Obwohl sie 18 Jahre alt ist, bekommt sie weiter Hilfe. Ihre eigene Familie konnte sie nicht ausreichend unterstützen. Vanessa möchte mal Abitur machen, aber dafür muss sie erstmal den Abschluss der 10. Klasse schaffen. Ohne die Unterstützung der Jugendhilfe habe sie kaum Optionen, erklärt sie.

"Entweder ich würde zurück zu meinen Eltern gehen, oder ich müsste mir halt alleine irgendwas suchen. Aber es wäre auch allgemein schwierig, denn man ist ja nicht ohne Grund weg von der Familie", so Vanessa.

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[–] A_norny_mousse@piefed.zip 15 points 1 week ago* (last edited 1 week ago) (2 children)

8,6 Milliarden Euro gespart

Ich würde diese Zahl gern in Bezug setzen, weiss aber nicht genug über D-lands Etat.

Ich lebe jetzt in einem viel kleineren Land (ca. 6 Mio Einwohner) wo eine liberalistisch-rechtspopulistisch-konservative Regierung ganz ähnliche Dinge tut. Einsparungen im gesamten sozialen Sektor sind ca. 1 Milliarde, während eine von der Regierung gewünschte aber dennoch umstrittene (weil unnötige) Erneuerung einer Bahnstrecke (200km) ca. 3 Milliarden kosten soll.

Von lang ausstehenden Gehaltserhöhungen ganz zu schweigen. Wenn ich deutschen Kollegen erzähle was ich im Sozialbereich verdiene sind die immer ganz empört.

Dieses ganze Gürtel-Enger-Schnallen- und Wir-Können-Uns-Sozialstaat-Nicht-Mehr-Leisten-Narrativ kotzt mich so an.

[–] Ooops@feddit.org 7 points 1 week ago* (last edited 1 week ago)

Wir können uns den Sozialstaat ja auch nicht mehr leisten. Der Grund dafür ist aber, dass Jahrzehnte des Wirtschaftswachstums (+250% bereinigte Wirtschaftsleistung pro Kopf) nach oben abfließen, während Sozialstaat, Renten, Gesundheit und selbst die Steuereinnahmen, mit denen der Staat Infrastruktur für die Bürger bereitstellen sollte, an die stagnierenden Reallöhne gekoppelt sind.

Was wir uns also eigentlich schon lange nicht mehr leisten können ist, die ultrareichen immer noch reicher zu machen. Aber stattdessen werden wir mit Demographie (die ist den "pro Kopf"-Zahlen natprlich schon eingerechnet und irrelevant, weil der selbe Fortschritt, der die Lebenserwartung erhöht, auch die Produktivität massiv steigert) und Märchen von den Arbeitern, die nicht mehr genug leisten, abgelenkt. Und wenn das nicht hilft gibt's ja immer noch die Hetze über böse Migranten, die dem System, und damit uns, auf der Tasche liegen.

[–] zaphod@sopuli.xyz 6 points 1 week ago

Ich würde diese Zahl gern in Bezug setzen, weiss aber nicht genug über D-lands Etat.

Kannst du auf www.bundeshaushalt.de nachgucken, für 2026 ist der Haushalt 520,48 Mrd. Euro. 8,6 Mrd. davon wären 1,65 %.