JeCaBeer

joined 1 year ago
[–] JeCaBeer@feddit.org 0 points 2 weeks ago (1 children)

Wenn die Eingemeindung nach dem Jahr von Corona abgeschlossen wäre, dann würden die Umfragewerte der Parteien stagnieren. Dies ist nicht der Fall. Denn seitdem sind einige Themen (Probleme und Ängste) hinzugekommen.

Es hat dich keiner aufgefordert, dass du nach der Bildung oder der politischen Einstellung fragen solltest.

In einem Diskurs ist es wichtig, mal einen Schritt zurückzutreten und versuchen, die Hintergründe zu erkennen. Dann wirst du in einem Gespräch erkennen, welchen Status dein Gegenüber hat.

Ich erkenne in deiner Antwort eine Art des „unreflektierten Propaganda-Nachgeplappers“. Denn solche Aussagen wie „Aber wer Nazis wählt, wählt immer noch Nazis“ zeigen, dass der Begriff „Nazi“ kreativ selbst definiert wird.

Denn mir ist nicht bekannt, dass die AfD extreme Gewalt, Terror und einen systematischen Völkermord (Holocaust) begeht.

Was möchtest du mit diesen provokanten Begrifflichkeiten wie "..rechte AFD Mop..", "..Klientel Schwurbler..", "..nur Bekloppte bei sind.." oder "wer Nazis wählt..." erreichen?

Solche herablassenden und beleidigenden Aussagen werden in der Regel nicht als überzeugend wahrgenommen, sondern führen oft zu weiterer Ablehnung und verschärfen die Polarisierung.

[–] JeCaBeer@feddit.org 0 points 2 weeks ago (3 children)

Ich bringe nun mal Verständnis dafür auf, dass du meine Frage nicht verstanden hast. Das kann ich auch nachvollziehen.

Ich entnehme deinem Kommentar, dass für dich alles, was diese Gruppe als Thema aufgreift, um Wähler auf ihre Seite zu holen, als rechts-populistisch gilt. Genau hier sehe ich das Brandmauer-Verhalten.

Die Frau wird als rechts abgestempelt, und ihr Bildungsniveau wird infrage gestellt. Ist sie wirklich rechts? Und kennt jemand ihre Lebensgeschichte, weshalb sie sich in dieser Weise zum Thema Sauerstoff und CO₂ geäußert hat?

Ich denke, es wird verkannt, dass die Themen, die aktuell die Bürger beschäftigen, von der rechten Seite gekonnt aufgegriffen werden – und dass diese Bürger daraufhin als „rechts“ abgestempelt werden.

Wenn in Diskussionen oder in sonstigen Medien Begriffe wie „rechts-populistische Propaganda“ verwendet werden, führt dies zu einer reflexartig ablehnenden Haltung gegenüber Gegenargumenten. Warum wird nicht einfach – ohne abwertende, beschimpfende oder unangemessene Fachsprache und Begrifflichkeiten – erklärt, was an dieser oder anderen Aussagen falsch ist?

Es gibt etwa 61 Millionen Wahlberechtigte in der Bundesrepublik Deutschland. Da kann es schon vorkommen, dass bestimmte Dinge öfter als nur einmal erklärt werden müssen.

Aus meiner Sicht ist es falsch, sich einfach hinzustellen und absolut davon überzeugt zu sein, dass der eigene Standpunkt und die eigenen Argumente richtig sind. Es ist auch wichtig, die kommunikative Art jeweils anzupassen. Ich meine damit Folgendes – dies möchte ich anhand der Musikrichtungen verdeutlichen:

Viele mögen Pop und Rock aus den Top-100-Charts, einige mögen Punk, und andere mögen Oper. Wird der Wortlaut entsprechend gewählt, kann man jemanden zum Zuhören bewegen; andernfalls erreicht man das Gegenteil.


[–] JeCaBeer@feddit.org 2 points 2 weeks ago

Ich hasse Autos und ihre Besitzer, da sie Platz wegnehmen und egoisten sind. Ich hasse Radfahrer, da sie sich über jegliche Regeln erhaben fühlen und sich über Fußgänger aufregen, die ihren Weg kreuzen. Ich hasse Fußgänger, die ständig im Weg stehen oder diesen kreuzen. In diesem Sinne denke ich, wir schaffen die Menschen ab, denn miteinander können sie alle nicht."

[–] JeCaBeer@feddit.org 4 points 2 weeks ago (7 children)

Was hat es mit der CO2-Steuer auf sich, dass sie mit Rechtspopulismus in Verbindung gebracht wird? Nur weil sie das mit dem CO₂ falsch verstanden hat?

[–] JeCaBeer@feddit.org 38 points 2 weeks ago

Der eingespeiste Strom wird doch zu einem höheren Preis an den Nachbarn verkauft. Hier müssten die Stromanbieter zur Kasse gebeten werden und nicht der Photovoltaikanlagenbesitzer. Denn für den eingespeisten Strom wird dem Solaranlagenbesitzer nur ein Bruchteil gezahlt. Warum wird diese Gewinnspanne nicht für die Ertüchtigung des Stromnetzes genutzt? Dieser Vorschlag zeigt eindeutig, dass versucht wird, zusätzlichen Gewinn für die Manageretage zu generieren.

[–] JeCaBeer@feddit.org 3 points 2 weeks ago

Ich schlussfolge, dass jede Regel durch den Vorwurf, dies sei rassistisch und/oder diskriminierend, ausgehebelt werden kann. Ich wünsche dem Badbetreiber, dass diese neue Errungenschaft nicht zu einer Klage führt, wenn die Person mit dem Rock ertrinkt oder anderweitig zu Schaden kommt.

[–] JeCaBeer@feddit.org 3 points 1 month ago (1 children)

Soll das ein Witz sein? Raucher belasten das Gesundheitssystem – und Autofahrer nicht? Dabei sterben Raucher früher und entlasten so die Sozialkassen, während Verbrenner durch Klimaschäden Hitzewellen verursachen, die das System mit hitzebedingten Erkrankungen überlasten. Wo bleibt die Logik? Wo bleibt die Gerechtigkeit? Das ist keine Politik für die Gesundheit – das ist schlichtweg eine dreiste Steuer auf eine leicht zu besteuernde Gruppe.

[–] JeCaBeer@feddit.org 0 points 3 months ago (1 children)

Statt Alkohol, Tabak und nun auch Zucker durch Verbote oder strenge Regulierungen einzudämmen, setzt der Staat lieber auf Steuern – mit der Begründung, dass die Allgemeinheit sonst die Folgekosten tragen müsste. Ich finde, dass Beamte ihre private Krankenversicherung dann auch vollständig selbst zahlen sollten. Doch sobald es um ihre eigenen Vorteile geht, wollen sie plötzlich wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zurück. Als Nächstes werden wohl Steuern auf Fett, Kohlenhydrate, Mineralwasser oder Fleisch folgen. Wann hört das auf?

[–] JeCaBeer@feddit.org -1 points 8 months ago

Woher rührt diese grundsätzliche negative Haltung gegenüber der Gesellschaft? Handelt es sich möglicherweise um eine Projektion politischen Frusts auf das gesellschaftliche Gefüge? Fühlen sich die Betroffenen getäuscht oder gar vernachlässigt? Liegen die Ursachen etwa in persönlichen Erfahrungen? Wurde ihnen als Kindern der Zugang zu grundlegenden Leistungen verwehrt? Erhielten ihre Eltern kein Kindergeld? Durften sie keine frühkindliche Betreuung in Anspruch nehmen oder wurde ihnen der Besuch einer Schule verweigert? Fehlten ihnen die Möglichkeiten, eine Ausbildung zu absolvieren oder gar ein Studium aufzunehmen? Gibt es in ihrem Umfeld keine öffentlichen Plätze, keine ausreichende Infrastruktur oder gar keine medizinische Versorgung? Wurden ihnen essentielle Ressourcen wie Internet oder Strom vorenthalten, sodass sie als junge Menschen keine Chancen hatten, diese Angebote zu nutzen? Oder fühlen sie sich ausgenutzt, etwa wenn ein freundliches Rentnerpaar aus der Nachbarschaft Reparaturarbeiten unentgeltlich erledigen lässt? Wie ist diese Wahrnehmung von Ausbeutung zu verstehen? Es ist bekannt, dass die aktive Erwerbsbevölkerung in das marode Rentensystem einzahlt. Statistisch gesehen verdienen ältere Arbeitnehmer oft mehr als jüngere und zahlen daher im Durchschnitt auch höhere Beiträge. Dennoch wird der Gesellschaft – insbesondere der älteren Generation – die Verantwortung für die Instabilität des Rentensystems zugeschrieben, obwohl die Ursache vielmehr in der demografischen Entwicklung liegt: Die nachkommenden Generationen haben nicht ausreichend Kinder gezeugt, um das System langfristig zu stabilisieren. Auch ich habe als Jugendlicher Versprechungen von Politikern erhalten, die heute nicht mehr haltbar sind. Bin ich deshalb frustriert über unsere Gesellschaft? Ich sehe das eigentliche Problem jedoch in den Führungsriegen der Wirtschaft, die durch ihr Streben nach stetig steigenden Umsätzen und Gewinnen die Preisspirale weiter antreiben. Diese Akteure sind zwar Teil der Gesellschaft, doch sie allein sind nicht die Gesellschaft. Ein weiteres zentrales Thema ist der Klimawandel, der alle Generationen betrifft. Die Annahme einer ungebremsten Verschlechterung der Klimabedingungen ist nachvollziehbar – sofern wir unser Verhalten nicht ändern. Doch der Wandel wird von der gesamten Gesellschaft mitverursacht. Es ist daher nicht zielführend, sich wie ein trotziges Kind zu verhalten und die Verantwortung von sich zu weisen. Vielmehr zeigt sich, dass die Gesellschaft bereits beginnt, ihr Handeln zu überdenken: In unserer Region sind bereits viele Dächer mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, und die Zahl der Elektroautos steigt spürbar. Auch ich lebe in einer Mietwohnung und heize im Winter auf durchschnittlich 19,5 Grad Celsius – ein kleiner, aber bewusster Beitrag der garantiert in unserer Gesellschaft kein Einzelfall ist. Ein kleiner Krimineller sagte mir einst: „Es ist einfacher, etwas aus dem Fresskorb zu nehmen, als etwas hineinzulegen.“ Diese Einstellung verdeutlicht, wie bequem es ist, andere handeln zu lassen, statt selbst Initiative zu ergreifen. Ich bin überzeugt, dass unsere Gesellschaft die Notwendigkeit von Veränderungen erkannt hat. Es ist verkehrt politische Fehlentscheidungen pauschal der gesamten Gesellschaft oder einer einzelnen Generation anzulasten.