this post was submitted on 10 Aug 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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Wilde Aussage. Egal ob Umlage oder Aktienrente, volkswirtschaftlich muss die Rente erwirtschaftet werden. Ob ich jetzt Einkommen in Aktien spare oder Vadder Staat akut die Rendite von Unternehmen abschöpft und sie umverteilt ist volkswirtschaftlich doch Wumpe: die Transferleistung muss von der arbeitenden Bevölkerung erwirtschaftet werden. Steigende Aktienkurse und ausgeschüttete Dividenden passieren ja auch nur dadurch, dass Mehrwert erarbeitet wird.
Mit zwei Nuancen: mit Aktien kann man auch von internationalem Wachstum und Arbeit profitieren - das ist gut. Dafür kann bei einer staatlichen Umlagenrente das Rentenniveau auch in schlechten wirtschaftlichen Zeiten garantiert werden. Ist halt auch doof, wenn man finally den Ruhestand starten möchte, aber es ist gerade 2008 oder 1923. Da bringt es dem angehenden Rentner halt auch nichts, dass es 10 Jahre später wieder viel geiler aussieht.
Das Umlagensystem, wie es in den letzten ~35 Jahren kaputt gemacht wurde braucht eine Reform, ja, aber es ist nicht "irreversibel gescheitert".
Ja. Und diese Reform ist denkbar einfach, denn eigentlich müssen einfach nur alle Einkommen, die sich bisher vor der Einzahlung ins Umlagesystem drücken konnten, mit einzahlen und gut ist.
Das wird leider die gestiegen Ausgaben durch längere Lebenserwartungen auf der einen Seite und die verringerten Einnahmen durch Reallohnverlust und Bevölkerungspyramide nicht ausgleichen können. Jedenfalls nach keiner mir bekannten Prognose.
Und der Reallohnverlust ist ein Naturgesetz, gegen das man rein gar nichts machen kann?
Die vergangenen Jahrzehnte ist die Produktivität massiv gestiegen, nur die Reallöhne sind gesunken. Wo das ganze erwirtschaftete Geld wohl hin ist?
Wenn du es für realisitischer hältst das Problem dort zu lösen, dann versuch es gerne über diese Stellschraube. Ich persönlich glaube nicht, dass der Gesetzgeber, ganz egal wer er ist, hier irgendetwas tun wird, außer vielleicht den Mindestlohn weiter anzuheben.
Gleichzeitig wird die Bevölkerungspyramide immer weiter auf den Kopf gestellt, sodass sich grundlegend am Problem "Woher Geld für alte, nicht mehr arbeitsfähige Bevölkerung?" auch mit höheren Löhnen nicht allzuviel ändern wird.
Wenn dann auch noch große Vermögen und Erbschaften ordentlich besteuert würden...
Ja, wenn diejenigen, die von dieser Gesellschaft über die Maßen profitieren, angemessen an ihren Kosten beteiligt würden, sähe es hier ganz anders aus.