Hier ist mein (naja, eigentlich für die Tochter gemachtes) neues Blanko-Notizbuch mit festem Einband und stoffbezogenem Rücken und Ecken.

Gehefteter Buchblock in französischer Kreuzbindung.

Mit Vorsatzpapier, Rücken geleimt, Kapitalbänder (die Stoffdinger oben und unten) und Lesezeichen und ein paar geheimen Noten ;) (=Stück Papier zur Verstärkung) angebracht.

Der noch unbezogene Einband. Den hätte ich beinahe verbockt, ist schief und krumm geworden und ich konnte ihn nur gerade so noch mit ein bisschen zurechtschneiden retten.
Der Prozess den ich benutzt habe ist in etwa so: Stoff leicht auf der Rückseite anfeuchten, Mehlkleister auf Papier, Papier auf Stoffrückseite. Trocknen lassen. Später dann dieses "Buchleinen" mit PVA Leim auf die Pappe vom Cover kleben. Es gibt auch noch andere Möglichkeiten, z.B. aufbügelbares Papier.
Ich denke der Sinn der Sache ist mehrschichtig: Dadurch, dass kein Leim direkt auf den Stoff aufgetragen wird, geholfen durch das Anfeuchten, dringt kein Leim durch den Stoff, was sonst hässlich würde. Man will auch nicht den Leim auf die Buchpappe auftragen (wenn man den Stoff direkt daraufkleben würde), weil durch die Feuchtigkeit des Leims Papier/Pappe expandiert und beim Trocknen wieder schrumpft, was ein Biegen der Pappe bewirkt - es ist also wichtig, wo der Leim aufgetragen wird, und auf welches Material (und auf der Innenseite wird der Buchblock ja auch noch an den Buchdeckel geklebt - das Ziel ist es, dort ein Gleichgewicht der Kräfte zu erhalten, damit der Buchdeckel am Ende nicht gebogen ist). Durch das Papierlaminat wird der Stoff auch leichter verarbeitbar, was das Zurechtschneiden und das Anbringen auf dem Buchdeckel angeht.