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Wundert mich eher, dass nur so wenige sind.
Baustellen sind nunmal sehr gefährlich, da sie stetig örlich und geometrisch veränderte Arbeitsplätze (heute könnte man z.B. hier runterfallen, morgen dort verschüttet werden) darstellen, bei denen oft verschiedene Unternehmen gleichzeitig arbeiten, oder die auch aufgrund der Nähe zu weiter aktiven Verkehrswegen gefährlich sind.
Dagegen ist es natürlich einfacher, die Arbeitssicherheit von jmd am Fließband sicherzustellen, weil die Prozesse einfach viel klarer sind.
Da hat geholfen, dass es z.B. die halbwegs konsequent überwachte Baustellenverordnung, RABs, Regeln der DGUG, Vorgaben der BG und sowas alles gibt. Das hat seit den ~90ern das Unfallgeschehen schon deutlich verbessert.
Es gibt immernoch viel Luft nach oben und auf manchen Baustellen wird das Thema Sicherheit noch immer nicht sehr ernst genommen. Manchmal "das haben wir immer so gemacht", manchmal "ich bin jung und unverwundbar"... letzlich muss sowas firmenintern von oben gefordert und (durch Schulungen) gefördert werden. Sonst wird es vor Ort auch nicht umgesetzt.
Aus Sicht des Rettungsdienstes aber auch als jemand der viel Gewerbebau als Projektleiter betreut hat. Gefühlt 30-50% der Arbeitsunfälle die ich im Baubereich erlebe sind durch dermaßen grobes Missachten von essentiellen Sichetheitsrichtlinien entstanden,dass es einfach nur noch wild ist. Das hat nix mehr mit besonderen Gefahren des Bauumfelds (das haben andere Branchen ja durchaus auch), sondern ganz massiv mit Kulturproblemen in der Bauwirtschaft zu tun. Und die ist leider imho ein massives Problem.
grobes Missachten von essentiellen Sichetheitsrichtlinien
Definitiv. Wobei man generell ein Gros des Gesamtunfallgeschehens dadurch erklären kann, selbst/besonders im Straßenverkehr.
Aber ja. Das mit der Kultur meinte ich auch mit der Durchsetzung "von oben" auch.
Dass nicht mehr so viel gesoffen wird, hat vermutlich einen sehr großen Beitrag geleistet. Als Jugendlicher (97 iirc) habe ich in den Ferien auf dem Bau gearbeitet, und da war es halt üblich, dass man morgens auf dem Weg zur Baustelle an der Tanke angehalten hat und sich mit Alkohol eingedeckt hat. IdR Bier. Aber wir hatten auch einen Gesellen, der immer eine Dose Jacky-Cola oder sowas gekauft hat.
Auf der Baustelle stand auch immer ein Kasten Bier rum.
Das gibt es heute, soweit ich das mitbekomme, nicht mehr.
Jain.. Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass es schon weniger geworden ist, aber irgendwo steht doch noch ne versteckte Kiste Bier rum oder du findest leere Flaschen im Schuttcontainer
Dann sind Baustellen wohl deutlich sicherer als der Straßenverkehr für Radfahrys.
Das ist übrigens total interessant, wenn man das mit der Berichterstattung über Katar und Co. vergleicht. Da wird ja auch immer über die vielen Toten auf den Baustellen berichtet. Aber im Endeffekt kommen wir in Deutschland auch auf viel zu viele Tote. Und das sind leider auch in ganz vielen Fällen ausgebeutete, schlecht bezahlte Ausländer.