Wie kommt der Strom aus der Steckdose? Wo lässt sich ein kleiner Dinosaurier aus dem Sandbett buddeln? Und wie funktionieren Explosionen und Hightech-Gadgets in James-Bond-Filmen? Wer auf solche und ähnliche Fragen Antworten sucht, ist bei der Langen Nacht der Wissenschaften am 23. April in Rostock genau richtig.
Innenstadt rückt in den Fokus
An diesem Tag öffnen nämlich die Universität Rostock und zahlreiche Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen zwischen 16 und 22 Uhr ihre Türen für Neugierige aller Altersgruppen. Kostenfrei und ohne Anmeldung.
Der Hauptveranstaltungsort ist der Campus Südstadt in der Albert-Einstein-Straße, doch auch in der Innenstadt und an weiteren Standorten gibt es laut Robert Uhde von der Agentur Sphinx ET viel zu entdecken und auszuprobieren. Uhde, welcher die Lange Nacht seit vielen Jahren in Kooperation mit der Uni und weiteren Partnern organisiert, freut sich besonders, dass „nach mehreren Jahren mit starker Präsenz in der Südstadt“ nun die „Rostocker Innenstadt in den Fokus rückt“.
Beteiligt seien dieses Mal unter anderem die Anatomie, das sanierte Gebäude „Philosophikum“, die Theologie am Universitätsplatz sowie Einrichtungen von den Altertumswissenschaften bis zur Hochschule für Musik und Theater (HMT). „In der Jakobipassage sind interaktive Formate geplant, die Zoologie ist wieder dabei.“ Die Altertumswissenschaften in der Schwarzen Straße bereiten Aktionen für Kinder vor, bei denen „ein kleiner Dino im Sandbett“ zu finden ist.
Schwerpunkt Buchdruck
Dabei soll die Lange Nacht der Wissenschaften 2026 mit mehr als 250 Beiträgen laut Uhde etwas größer ausfallen als im Vorjahr. Auch bei den Besucherzahlen möchte der Veranstalter zulegen: 5000 Besucher kamen 2025, 6000 Besucher werden 2026 erwartet.
Der Grund für den angepeilten Zuwachs sei das Jubiläum „550 Jahre Rostocker Buchdruck“, das sich im Programm der Universitätsbibliotheken deutlich widerspiegelt. „Allein die Bibliothek hat in diesem Jahr über 25 Beiträge“, so Uhde. Geplant seien spezielle Führungen vom Hauptgebäude aus in Buchdepots und Bereiche, die sonst nicht öffentlich zugänglich seien. „Auch im Michaeliskloster und in der Universitätsbibliothek in der Südstadt sind Ausstellungen, Präsentationen und Führungen vorgesehen“, betont Uhde. Die Buchdruck-Ausstellung im Kulturhistorischen Museum, die seit Ende März läuft, sei aber kein zusätzlicher Programmpunkt der Langen Nacht.
Eigener Medizin-Campus ab 2027
Da das bundesweite Wissenschaftsjahr 2026 unter dem Motto „Medizin der Zukunft“ steht, sind entsprechende Angebote auch bei der Langen Nacht der Wissenschaften an mehreren Standorten in Rostock eingeplant, vor allem in der Südstadt. Laut Uhde soll es ab 2027 auch wieder einen eigenen Medizin-Campus im Rahmen der Langen Nacht geben. Die Entscheidung sei vom Dekanat getroffen worden.
Für Familien hat der Organisator dann noch einen Spezial-Labor-Tipp: „Im Inkubator des Forschungsverbundes, Strandstraße 95, können Kinder ab etwa sechs Jahren experimentieren; für ältere Kinder gibt es erweiterte Formate.“