Ich habe Strange Antiquities durch gespielt. Als Nachfolger von Strange Horticulture ist es das gleiche Prinzip aber magische Gegenstände statt Pflanzen. Man bekommt also Gegenstände und muss heraus finden, was für eine magische Kraft in ihm innewohnt anhand von Hinweisen zu den Materialien, Symbolen oder wie es sich anfühlt. Und dann kommen Kunden vorbei und brauchen Hilfe bei einem Problem, welches durch einen dieser Gegenstände gelöst werden kann.
Mir hat es wieder sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ein spezielles Rätsel mir etwas zu doof war, aber das ist ja immer Geschmackssache. Wie schon beim Vorgänger auch wünsche ich mir aber eigentlich noch mehr machen zu können. Noch mehr selbst auf Abenteuer gehen zu können und die Gegenstände einsetzen zu können ohne darauf hingewiesen zu werden. Aber das ist ja im Prinzip ein Luxusproblem und zeigt, das mir das Spiel und dessen Welt schon gut gefallen hat. Und eine Katze zum streicheln gibt es natürlich auch!
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Fahrenheit 451 von Ray Bradbury stand schon lange auf meiner Liste. Jetzt habe ich es endlich gelesen. Allerdings hatte ich vielleicht zu hohe Erwartungen, denn am Ende war ich enttäuscht.
Zunächst das Positive: Bradbury war in Bezug auf die technologische Entwicklung der Unterhaltungsmedien durchaus prophetisch. TikTok hätte ihn sicher umgehauen. Was er jedoch nicht voraussehen konnte, ist, dass das Internet und Social Media uns zu aktiven Teilnehmern machen, die eher überfordert als eingeschläfert werden. War aber auch schwer zu sehen damals. Auch finde ich seine Sprache toll, die voller schöner Metaphern und poetischer Beschreibungen ist.
Nun zur Kritik: Bradbury kommt mir in seiner Haltung extrem konservativ vor, ein alter Mann, der Angst vor der neuen Technik hat. Er erkennt nicht, dass auch das Fernsehen oder Audiomedien tiefgründige Botschaften transportieren können. Die Bücher, die er als Schatz des Wissens hochstilisiert, sind allesamt Klassiker weißer Männer aus der Vergangenheit, die zu seiner Zeit alles andere als radikal waren. Besonders befremdlich ist für mich sein Fokus auf die Bibel als Quelle transformativen Wissens. Frauen sind hier Zombies, die sich den ganzen Tag beschallen lassen, oder naiv fragende Kinder. Auch die Darstellung der Bevölkerung, die nicht liest, als unmündige Schafe, die am Ende wegen ihrer Blindheit im nuklearen Holocaust untergehen, und denen der Protagonist und seine Harvard-Jungs-Truppe keine Träne nachweinen, offenbart eine zutiefst elitäre Sichtweise auf das Thema. Ein Klassenbewusstsein oder eine strukturelle Analyse der Machtverhältnisse und Mechanismen, die sie versklaven, sind nicht vorhanden. Stattdessen sind sie selbst schuld an ihrer Ausbeutung, da sie ja nicht mehr lesen oder denken wollten. Ihr Tod wird nicht als schreckliches Verbrechen, sondern als Neuanfang gesehen, der ein neues, von den erleuchteten Lesern geprägtes Zeitalter des Wissens einleitet.
Auf mich hat der Roman auch sehr angestaubt gewirkt. Interessanterweise ist er nach Schöne neue Welt und 1984 erschienen.
Fahrenheit 451: 1953
Schöne neue Welt: 1932
1984: 1949
Ich dachte immer, es läge an der deutschen Übersetzung.
Ich habe es auf Englisch gelesen, daran kann es also in meinem Fall nicht gelegen haben…
Ich hab Star Trek: Starfleet Academy gesehen und bin noch unschlüssig, was ich davon halte. Anfangs war ich sehr enttäuscht, weil es mir sehr von militärischem Drill geprägt zu sein schien, dazu muskelbepackte Hauptdarsteller etc. Dazu dann noch ein eher zerbrechlich wirkendes weibliches Gegenüber (the Betazoid Tarima). Dazu dann noch das "Discovery-Zeitalter" mit allgemeiner Düsternis. Vor allem aber fand ich es störend, wieviel Einfluss auf das Universum die Kiddies haben:
Spoiler
- Folge 1: sie retten gleich das ganze Schiff
- Folge 2: sie sorgen dafür, dass Betazed (und andere) wieder der Föderation beitreten (und der Hauptsitz der Föderation dorthin verlegt wird)
- Folge 4: sie verschaffen den Klingonen einen neuen Heimatplaneten
- Folge 7: einer von ihnen wird Herrscher von Khionia, dankt am Ende aber ab
- Folge 10: sie retten die gesamte Föderation
Das fände ich schon zu viel, wenn es sich um eine erfahrene Crew auf dem Flagschiff handeln würde. Bei dem Setting hatte ich mir eher Geschichten erhofft, in denen es z.B. darum geht, wie es ist, großen Ereignissen ausgeliefert zu sein. Oder um Alltag im Star Trek-Universum. Oder irgendwas anderes - jedenfalls nicht, ganze Planetensysteme in Serie zu retten.
Dass so viele Charaktere aus alten Serien auftauchen finde ich auch eher störend - als hätte man nicht genug Vertrauen in den eigenen Cast und die eigenen Geschichten:
Spoiler - Charaktere
(Tilly, Dax, the Doctor, Reno, Jake Sisko - hab vielleicht noch welche vergessen)
Gleichzeitig macht es einfach Spaß, Holly Hunter zuzugucken. Ich finde die unkonventionelle, im Alltag betont entspannte Herangehensweise erfrischend und zur Figur passend. Mit der Zeit habe ich auch meine Erwartungen angepasst und konnte z.B. den Fokus auf die psychischen Entwicklungen der Figuren besser genießen. Und sogar mit den Discovery-Zeitalter konnte ich mich versöhnen, weil es darum geht, aus den dunklen Zeiten herauszukommen und was Positives aufzubauen - und wie schwer das sein kann.
Glaube nach allem was ich so gelesen habe werde ich Starfleet Academy besser skippen.
Ich hab jüngst SNW fertig geschaut, das war mir am Ende richtig ans Herz gewachsen nach einem holprigen Start.
Hab' dann direkt Discovery angefangen. Finde das jetzt nach 6 Folgen schon ziemlich düster. Gefällt mir nicht so gut.
Discovery ist für mich noch mal deutlich schlechter als Academy, weil es meiner Erinnerung nach mehr auf Härte und Action setzt. Academy hat zwar auch Action, aber eine andere Grundmessage, die viel besser zu Star Trek passt.