this post was submitted on 17 Feb 2025
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Trotz der Hoffnung auf einen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg warnen Experten der dänischen Geheimdienste, dass Russland sich auf eine mögliche militärische Konfrontation mit Nato-Staaten vorbereitet. In ihrem Bericht „Prognose 2024“ stellt der dänische Verteidigungsnachrichtendienst (FE) fest, dass Russland in den nächsten fünf Jahren eine ernsthafte Bedrohung für die Allianz darstellen könnte, wenn der Krieg in der Ukraine endet oder eingefroren wird.

Innerhalb von zwei Jahren könnte Russland zu einer glaubhaften Bedrohung für mehrere Nato-Länder werden, insbesondere in der Ostsee-Region. Spätestens in fünf Jahren ist Russland möglicherweise bereit, einen großangelegten Krieg auf dem europäischen Kontinent zu führen, vorausgesetzt, die USA intervenieren nicht, berichtet unter anderem das Portal EU Today mit Verweis auf das Dokument des dänischen Nachrichtendienstes.

Der Bericht erwähnt ferner, dass Russland seit 2022 bedeutende Reformen und Umstrukturierungen seiner Streitkräfte durchgeführt hat. Diese Maßnahmen haben sich im Jahr 2024 von einer bloßen Rekonstruktion hin zu einer verstärkten militärischen Aufrüstung gewandelt, mit dem Ziel, gleichwertige Kämpfe gegen Nato-Truppen führen zu können. Unterstützung von Ländern wie China, Nordkorea und dem Iran habe es Moskau erlaubt, seine militärischen Ressourcen kontinuierlich auszubauen.

...

Anja Dalgaard-Nielsen, die Leiterin des FE, betonte gegenüber DR die wachsende Bereitschaft Russlands, die Grenzen der Nato zu testen. Sie erläutert, dass die Wahrnehmung von Schwäche oder Uneinigkeit innerhalb der Nato Moskau ermutigen könnte, militärisch aktiv zu werden. „Wir sehen, dass Russland seine militärischen Aufrüstungen schneller vorantreibt als erwartet, während die westliche Aufrüstung nicht im erforderlichen Tempo vorankommt“, erklärt sie.

Die Schlussfolgerungen des FE-Berichts unterstreichen letztendlich die Notwendigkeit für die Nato, ihre militärischen Kapazitäten zu verstärken.

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[–] Rotluchs@feddit.org 0 points 1 year ago (2 children)

Ähnliche Warnungen gab es auch von unseren Geheimdiensten. Viele Menschen haben den Ernst der Lage immer noch nicht begriffen und entweder blenden das Thema aus oder setzen auf "Diplomatie" und ähnlichen Scheiß.

Wir müssen diese Einstellung ändern und uns schnell aufrüsten. Außerdem bleibt die Frage, wie man auf die hybride Kriegsführung antwortet. Bislang fressen wir einfach alles geräuschlos und es wird zu wenig über die Vorfälle gesprochen.

Im Übrigen wünsche ich mir, dass Pistorius Verteidigungsminister bleibt.

[–] Duke_Nukem_1990@feddit.org 0 points 1 year ago (1 children)

oder setzen auf "Diplomatie" und ähnlichen Scheiß.

WTF. Die allermeisten Kriege der letzten 50 Jahre wurden durch Diplomatie beendet btw. "Immer mehr Waffen" alleine bringt es einfach nicht. Warum z.B. fahren immernoch die scheiß russischen Öltanker ungestört durch die Ostsee? Das sind halt rießige Einnahmequellen für den Kreml.

[–] Quittenbrot@feddit.org 0 points 1 year ago (1 children)

Auch dieser Krieg wird diplomatisch beendet. Allerdings erst zu dem Zeitpunkt, wo auch wirklich beiderseitige Verhandlungsbereitschaft gegeben ist und nicht mehr nur ein "Checkpoint" für die Russen sind, um das Level später zu beenden. Für uns in Europa ist es essenziell, dass der erste große Eroberungskrieg hier seit Hitler mit der klaren Botschaft endet, dass er sich für den Aggressor nicht lohnt.

[–] Duke_Nukem_1990@feddit.org 0 points 1 year ago (1 children)

Das erreichst du aber nur mit Waffen und Aufrüstung nicht, sonst wäre der Krieg nicht bereits 3 Jahre alt.

[–] Quittenbrot@feddit.org 1 points 1 year ago* (last edited 1 year ago)

Nein, aber mit Waffen und Aufrüstung schaffst du die Grundlagen, damit das schwächere Opfer es überhaupt bis zur Verhandlung schafft und nicht vorher schon einfach überrollt wird.

Dass der Krieg immerhin drei Jahre geht und nicht nach drei Tagen mit dem Kollaps und Verschwinden der Ukraine geendet hat, ist Ergebnis dessen. Dass es in diesen drei Jahren noch immer nicht gelungen ist, Russland von seinen imperialistischen Plänen abzubringen, könnte man ebenso damit begründen, dass von den Partnern einfach zu wenig zu spät geliefert wird.

Russland muss keine Perspektive mehr sehen in diesem Krieg, dann wird es auch tatsächlich verhandeln.

E: downvote nicht von mir

[–] kossa@feddit.org 0 points 1 year ago (1 children)

Hm, ich finde es immer komisch...unser Sicherheitsapparat wird hier immer als von Faschos durchsetzt angeprangert, und dann springen alle darauf, was der BND sagt ¯\_(ツ)_/¯

Und dann immer dieses kreisen um Waffenlieferungen. Wie wäre es mal, die Sanktionen auszubauen und zu überwachen? Lindners dafür geschaffene Behörde dreht Däumchen, die deusche Wirtschaft vertickert fröhlich ihre alten Schiffe für Millionen und Milliarden an Russland, aber wir müssen mehr Waffen schicken, damit Russland verhandelt.

Irgendwo habe ich es neulich so schön gelesen "Wir werfen weiter ukrainische Leben in den Fleischwolf, um die deutschen Dividenden zu schützen." Weil ernsthaft zu sanktionieren würde halt auch unsere Wirtschaft treffen.

[–] Rotluchs@feddit.org 1 points 1 year ago

unser Sicherheitsapparat wird hier immer als von Faschos durchsetzt angeprangert, und dann springen alle darauf, was der BND sagt

Faschos hätten wohl wenig Interesse dran, uns vor Putin zu warnen, da sie Annäherung an Russland suchen. Ü


Wie wäre es mal, die Sanktionen auszubauen und zu überwachen?

Find ich gut. Aus dem Wahlprogramm der Grünen:

Wir setzen auf wirtschaftliche und sicherheitspolitische Maßnahmen, die Russlands militärischen Sieg verhindern, den ökonomischen Druck auf das Regime erhöhen und unsere eige- ne Handlungsfähigkeit wahren. Wir setzen uns dafür ein, dass die Sanktionen gegen Russland zur Eindämmung der Aggression ausgeweitet werden, etwa auf die Atom- wirtschaft. Gegen Sanktionsverletzungen müssen die EU und ihre Mitgliedstaaten entschieden vorgehen und dabei auch internationale Partner in die Pflicht neh- men.

Bei der Union und der SPD hat sich dazu nichts schnell gefunden.